Klänge aus Glas – Live-Performance, 26. März 2010

Nikolaus Heyduck und Dokumente einer Zusammenarbeit mit Walter Zimbrich

21.Mai, 

Liederabend mit dem rumäniendeutschen Lyriker Horst Samson 21. 

 

11.– 26. Juni 2010

Communication TRAP

Die Sehnsucht nach Glück, Geborgenheit und Lieberserfüllung, vornehmlich in den Beziehungen zu anderen Menschen, unabhängig von ihrem materiellen Wohlergehen, bewegt die meisten Menschen.

So umgeben wir uns mit „Symbolen des Glücks“, quasi als Versicherung der erhofften Erfüllung,, die unseren emotionalen wie materiellen Besitz dokumentieren sollen. Wir wachen eifrig über unseren Besitztümer, kämpfen um Machtpositionen innerhalb unserer kleinen Gemeinschaften wie Familie, Freundeskreise...bis hin zu nationalen Gemeinschaften, die wir aber auch nach außenhin oft als Bollwerke gegen andere verstehen. In Familien und Liebesbeziehungen toben Machtkämpfe, verborgen oft unter den ritualisierten Gesten und den repräsentativen, dekorativen Gegenständen die unser heim verschönern sollen. So ergeben sich doppelte Botschaften. Liebevoll gestaltete Namensschilder von Familien, nationale Fahnen von Staaten, beides Symbole für Identität von Gemeinschaften, sind zugleich warnende und drohende Signale nach außen , quasi Bollwerke; jedoch wirken die Bedrohungen/Mauern auch nach innen, als Begrenzung. Die Sehnucht nach der Idylle und das Messer auf dem Tisch treten parallel auf. Konflikte durch diese doppelten, nicht eindeutigen Botschaften sind vorprogrammiert.

 

Labyrinth – Fotografien von Corinna Streitz 10.7.-14.8.2010

 

Samstag, 14. August 2010 19:30 Uhr
Finissage mit Lesung – Marina D'Oro: Ohne Grund unbunt, Kurzprosa

dom – „Das Licht am Ende des Tunnels kann genauso gut eine Falle sein.“ Nicht zufällig erinnert dieser Satz der Fotokünstlerin Corinna Streitz an Franz Kafka. Seine fotografische Poetik beherrscht ihre Bilder. Wie er entführt sie die Betrachtenden in unbekannte Lande, die seltsam vertraut scheinen und es auch sind. Ihre Schwarz-Weiß-Fotografien, allesamt Unikate, von Hand abgezogen, findet sie in einer kleinen Hansestadt in der Altmark. Eigenwillige Fotografien zwischen Tag und Traum, Sein und Schein, die ortlos sind; sie könnten überall entstehen. Fotografien, die wie Gedichte von einer Reise erzählen. Einer Reise ins Zwischenland, in dem die Wege plötzlich Haken schlagen. Diese Dramaturgin des Lichts folgt ihren eigenen Regeln und lässt uns einen Blick in ihre innere Welt erhaschen. Doch was wir sehen, sind Splitter unseres eigenen Spiegels. Streitz’ Bilder berühren menschliche Momente und geben zugleich Rätsel auf. So kauert neben einer Hirtenidylle eine halbnackte Frau, die Hände neben den Füßen wie vor dem Startschuss zum Hundertmeterlauf, der Kopf ruht indes auf den Knien. Auf einem anderen Bild sehen wir beispielsweise eine Marmorhand ihre spitzen Finger spreizen, die Spinnenbeinen gleichen.

Ich sehe etwas, das Du nicht siehst – dieses alte Kinderspiel ist das Wesen der Fotografie, der Fotografien von Corinna Streitz. Dieses Wesen versucht die Improvisationskünstlerin Eiko Yamada in Klänge sich anzuverwandeln und anlässlich der Vernissage in Flötentöne umzusetzen. Die Japanerin, die als Stipendiatin ihres Landes 1980 nach Deutschland kam und blieb und seither spartenübergreifend arbeitet. Zuletzt, im Mai dieses Jahres, hatte sie die künstlerische Leitung des dreitägigen Musikevents „exploratorium berlin“ inne und erforschte den musikalischen Dialog in der Großstadt.

Zur Finissage liest Marina D’Oro Kurzprosa unter dem Titel „Ohne Grund unbunt“.

Finissage: 14. August mit Marina D'Oro: Ohne Grund unbunt, Kurzprosa
Veranstaltungsbeginn: 19:30 Uhr
Eintritt: jeweils 5 Euro

Ausstellungsdauer: 10. Juli bis 14. August.
Besichtigung auf Anfrage

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