November 2007 Neueröffnung im Bahnhof Wixhausen

Gründung der Kunstfabrik: 1988

Die umfangreichen halbjährigen Werkstattprogramme der ersten Jahre weisen hin auf ein intensives Arbeiten mit Kindern und Erwachsenen im kunstpädagogischen Bereich. So wurden unter anderem Kurse zu den Themen „Werkstatt für plastisches Gestalten“, „Ein Raum für mich “, und „Malen mit und von Sinnen“ durchgeführt. Dank des Arbeitseinsatzes ehrenamtlicher Mitarbeiter, einer entsprechenden Anzahl von Kursleitern und zweier ABM-Beschäftigten, konnten manchmal bis zu zwanzig durchlaufende Angebote im Halbjahr realisiert werden.

Einige Jahre später , die Kunstfabrik war umgezogen, wurden die Kursprogramme reduziert und  neue Schwerpunkte wurden erarbeitet und in einem Positionspapier niedergelegt. Darin heißt es: „…die Arheilger KUNSTFABRIK setzt eine Definition von Kunst, die ihre gesellschaftlichen und kulturellen Bezüge wie Positionen reflektiert. “ Weiter wird die Bereitschaft vorausgesetzt, „… die eigene Arbeit oder Arbeitsweisen immer wieder vor diesem Hintergrund zu überdenken,…eigene Standpunkte kritisch zu entwickeln und künstlerisch zu formulieren.“ Das Kursprogramm wurde größtenteils abgelöst durch längerfristig zusammenarbeitende Gruppen. Dadurch wurde eigenem künstlerischen Schaffen mit dazugehörigen Ausstellungsmöglichkeiten mehr Raum gegeben.

Zwei Arbeitsgruppen- k`IN und fishing for art- gründeten sich, in denen auch die Bereiche Text und Musik vertreten sind: die Künstlerinnengruppe für Öffentlichkeitsarbeit k`IN, die bereits mit ihrem ersten Projekt „Kunst herrenlos“ über die Grenze der Kunstfabrik hinausging und an herrenlosen Orten in Heidelberg, Maastricht, Stendal und Frankfurt arbeitete und ausstellte. Das nächste Projekt „Positionen“ wird vom 30.Mai – 28.Juni 2008 in einer Maschinenbauhalle der Firma Schenck stattfinden. Die neun Künstlerinnen von „fishing for art“ treffen sich seit 1990 in regelmäßigen Abständen, um umfassende Themen wie z.B. „Rhythmik/Ornament“ zu bearbeiten. Jede geht dabei ihren eigenen Weg; gemeinsam ist ihnen das prozesshafte Arbeiten. Der wechselseitige Einblick in die Werke unterstützt die Entwicklung neuer Kriterien zur Weiterarbeit.

Im weiteren soll die Kunstfabrik ein öffentliches Forum für aktuelle Kunst sein. Gelegenheit zum Austausch zwischen Kunstinteressierten und Künstlern boten bislang die regelmäßigen Zusammentreffen beim Künstlerfrühstück oder die Diskussionsrunden der Veranstaltungsreihe „open house“, ebenso die Konzerte des „Vereins für Experimentelle Musik“. Der „Verein für Experimentelle Musik Darmstadt e.V.“, gegründet 1992 von Hans Essel, veranstaltete im Laufe der Jahre über 80 Konzerte mit 70 Künstlern in den Räumen der KUNSTFABRIK. Die Besonderheit, dass Musiker ihre Arbeiten selbst vorführen und zur Diskussion stellen (ohne Einschaltung von Interpreten), ergänzt diese Konzeption der Kunstfabrik.

 

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